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Offene Köpfe

Online Vernetzungstreffen und Barcamp am

Donnerstag, dem 8.9.2022 von 14:00-18:00

organisiert vom

Bundesverband Medienbildung mit
der Wiener Medienpädagogik

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Teilnehmen (auch ohne Anmeldung möglich)

Inklusive, partizipiative und kooperative pädagogische Arbeit erfordert es, den ökonomischen und staatlichen Kontext den Anforderungen pädagogischer Arbeit entsprechend zu gestalten. Die Gestaltung digitaler Werkzeuge ist dabei ein wichtiger Schritt. Im Barcamp steht die Gestaltung digitaler Medien für die pädagogische Arbeit im Mittelpunkt.

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Cyber- bzw. Online-Mobbing

Cyber- bzw. Online-Mobbing: Eine Person wird über einen längeren Zeitraum, beabsichtigt und systematisch, Mithilfe von Online-Medien, von einer oder mehreren Personen, erniedrigt und schlecht gemacht.

Oft wird nicht zwischen Mobbing und kleineren Konflikten unterschieden. Nicht jeder online oder offline ausgetragene Konflikt ist gleich Mobbing! Konflikte gehören zum menschlichen Zusammenleben dazu; die Wurzeln intensiver Online-Konflikte unter Jugendlichen liegen fast immer in den Offline-Welten. Was für die einen nur ein Spaß ist, kann andere zutiefst verletzen. Jugendliche finden oft eigene Wege, solche akuten Konflikte zu lösen. Erst, wenn die Konfliktsituation längere Zeit anhält, spricht man von Mobbing. Echte Fälle von Cyber-Mobbing sind für den einzelnen Betroffenen immer tragisch, aber zum Glück selten.

JFF-Studie „Wo der Spaß aufhört… Jugendliche und ihre Perspektive auf Konflikte in Sozialen Netzwerkdiensten“
http://www.jff.de/dateien/JFF-Bericht_Online-Konflikte.pdf

Beteiligte an Mobbing-Situationen können – vereinfacht gesagt – eine von drei Rollen einnehmen, wobei sich die Rollen auch vermischen können. In der Prävention und Mobbing-Bekämpfung müssen wir an jeder dieser Rollen ansetzen:
• TäterIn
• Opfer
• ZuschauerIn

An erster Stelle steht Prävention:
• Selbstbewusstsein der Kinder und Jugendlichen stärken
• Partizipations- und Mitsprachemöglichkeiten schaffen
• klare Regeln für´s Miteinander gemeinsam erstellen
• Aktivitäten setzen, die zum positiven Gruppen/Klassenklima beitragen

Was kann ich als Elternteil / PädagogIn aktiv tun, wenn mir was auffällt?
• Eine gute Gesprächsbasis mit den Beteiligten schaffen.
• Gut zuhören, die Jugendlichen ernst nehmen, gemeinsam Lösungswege abstimmen.
• Ruhig bleiben, die Lage richtig einzuschätzen versuchen – übertriebene Reaktionen können Konflikte unnötig verschärfen.

Was kann ich tun, wenn ich selbst von Cyber-Mobbing betroffen bin?

• Mit jemandem darüber reden.
• Beweise sichern (Screenshots, E-Mails, SMS)
• Verbündete suchen, meistens lassen die TäterInnen dann ab.
• Gemeinsam mit Erwachsenen nach Auswegen suchen.

Was kann ich tun, wenn mir in meinem (Online)Bekanntenkreis was auffällt?
• Misch dich ein!
• Wer mobbt, sucht oft Publikum. Als ZuschauerIn hast du es in der Hand, die TäterInnen oder aber die Opfer zu unterstützen.

Häufig veröffentlichen Kinder, Jugendliche (und Erwachsene) etwas online, ohne sich der Reichweite ihrer Handlung bewusst zu sein. In der Zeit der „Mitmach-Medien“ muss sich jede/r mit Medienwirkung und ethisch verantwortlichem Medienhandeln auseinander setzen. Daher fordern wir: Medienbildung JETZT!

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Upgrading our Life – Statement zu „Cyborg-Bewusstsein“

Ein zentrales Thema der Science Fiction ist die Frage, wie technische Entwicklungen unsere Gesellschaft(en) prägen und verändern. Der Cyborg, eine Kunstfigur aus Mensch und Maschine, tritt in diesem Zusammenhang immer wieder auf. Der Begriff des Cyborg kann aber auch genutzt werden, um heute alltägliche Verbindungen aus Mensch und Maschine zu dekonstruieren und kritisch zu hinterfragen. Dabei beziehen wir uns auf eine erweiterte Cyborg-Definition, wonach auch eine Person, die in ständiger enger Verbindung zu technischen Geräten lebt, als Cyborg bezeichnet werden kann.

Thesen:

• Schwimmende Gesellschaft – alles ist im Fluss, alles im Auf- und Umbruch – Generationen, Arbeit, Medien. Erstmals lernen die Älteren von den Jungen.
• Fernseher, Mobiltelefone werden/sind Computer und damit Allzweckgeräte – Unterhaltung, Information, Kommunikation, Arbeit. Lebensbereiche verschmelzen.
• Technische Schnittstellen sind allgegenwärtig – Mobiltelefon (das erste „persönliche Medium“ überhaupt) bzw. Smartphone, Navi, Handheld-Spiele, Gadgets/Tools (Google Project Glass). In Zukunft werden sichtbare Schnittstellen möglicherweise verschwinden (wearable computing, pervasive bzw. ubiquitous computing).
• Technische Geräte erweitern unsere Erfahrungsräume – ermöglichen neue Formen der Kommunikation, ergänzen Sinnesorgane (GPS), ermöglichen Zugang zu gespeichertem Wissen und dem „Wissen der Menge“.
• Durch Schnittstellen nehmen wir Kontakt zu Maschinen und zu anderen Menschen auf. „Reale“ Sozialräume und „virtuelle“ Sozialräume existieren parallel und fließen ineinander. Wir haben die Möglichkeit, viele zu sein, nicht nur eine/r. Die Person erweitert sich in die Cloud, ich werfe ständig einen „virtuellen Schatten“.
• Als Cyborgs können und müssen wir uns ständig upgraden – indem wir uns mit aktueller Hard- und Software ausstatten.

Probleme:
• Durch die Möglichkeit, sich auf technische Hilfsmittel zu stützen, werden Kapazitäten frei. Nutzen wir diese oder liegen sie brach?
• Ein Cyborg braucht zum Funktionieren Strom und Netzwerkzugang. Was passiert wenn diese ausfallen? Sind wir auf die Maschinen angewiesen?
• „Upgrades“ folgen Moden und Trends, die nicht meinen Bedürfnissen entsprechen müssen. Es gibt gesellschaftlichen Druck, bestimmte Geräte, Apps zu benutzen. Wird mein Leben durch diese Tools und Informationen bereichert, oder schränken sie mich ein?

Empfehlungen:
• Eine der großen Ängste der Science-Fiction-Literatur ist die Herrschaft der Maschinen. Heute scheint es, als ob Menschen oft nur mehr Wartungspersonal für Maschinen sind und sich gänzlich auf sie verlassen. Maschinen bzw. technische Schnittstellen sollen individuell und kreativ genutzt werden. Dazu ist es nötig, den eigenen „Cyborg-Status“ zu reflektieren und anzupassen.
• Intuitiver Umgang der Jungen mit Schnittstellen soll auch zu Bildungszwecken genutzt werden. Lernen kann so auch individuell, auf die Bedürfnisse der Einzelnen abgestimmt sein. Dabei ist auch ein Austausch zwischen den Generationen zu fördern: Was können die Jungen weiterhin von den Älteren lernen?
• Self-Empowerment: Bewusster Umgang, Reflexionsfähigkeit – in Bezug auf Medieninhalte wie auch technische Schnittstellen. Die Wahlmöglichkeit soll (zurück) erlangt werden. Aus dem Arsenal an Möglichkeiten, das mir zur Verfügung steht, soll ich auswählen können, was im Moment für mich persönlich nützlich ist. Welche „Upgrades“ brauche ich wirklich, um mein Leben zu bereichern? Welche Quelle – von Informationen wie Upgrades – ist eine gute Quelle? Auf welche „Upgrades“ verzichte ich besser, weil sie mich belasten? Was habe ich davon, was kostet es mich?

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Medienbildung setzt auf Empowerment anstelle wenig wirksamer Warnhinweise

Derzeit gibt es eine öffentliche Diskussion über den negativen Einfluss eines verzerrten Schönheitsideales auf das Körperbewusstsein Jugendlicher, das durch stark nachbearbeitete Werbebilder transportiert wird. Dazu hat Frauenministerin Heinisch-Hosek den Vorschlag einer Kennzeichnung bearbeiteter Bilder durch „Warnhinweise“ in Form farbiger Punkte eingebracht. Wir als VertreterInnen der Initiative „Medienbildung JETZT!“ halten das Thema für sehr relevant und aktuell, sehen aber eine Kennzeichnung nicht als geeignete Maßnahme an.

Unserer Ansicht nach ist das Bewusstsein für die Inszeniertheit ALLER Medienerzeugnisse die entscheidende Grundlage für einen bewussten, kritischen (im Sinne von hinterfragenden) Blick auf die Medienwelt. Eine Kennzeichnung würde nur einen Teil der Inszenierung hervorheben. Schon ein unbearbeitetes Foto ist inszeniert, durch die Wahl des Bildausschnittes, durch den Kontext, durch das Publikationsmedium, durch den Kommentar und vieles mehr. Ebenso steht es mit scheinbar objektiven Nachrichten: auch diese sind nach verschiedenen Kriterien ausgewählt und gefiltert. Aber auch Menschen als Medien wollen Inhalte vermitteln und inszenieren sich, stellen sich selbst dar im Kontakt mit anderen. Für Kinder und Jugendliche, die sich im Spannungsfeld zwischen Anpassung und Individualität auf der Suche nach einer komplexen eigenen Identität befinden, ist die Selbstpräsentation besonders wichtig.

Eine weitere Forderung von Ministerin Heinisch-Hosek, Werbebilder möglichst früh in Bildungseinrichtungen zu thematisieren, unterstützen wir daher nachdrücklich; und wir möchten diesen Vorschlag noch erweitern: alle Medien, vorzugsweise jene, die Kinder der jeweiligen Altersgruppe täglich nutzen, sollten in Bildungseinrichtungen Thema sein. Von Bildern, Büchern, Musik bis hin zu Fernsehen, Filmen, Comics, Videospielen etc.
Am besten wird das Bewusstsein für die Inszeniertheit der Medien durch praktische Medienarbeit gefördert. Indem man Kindern und Jugendlichen die Methoden und Werkzeuge in die Hand gibt, eigene Medienerzeugnisse zu produzieren, gibt man ihnen die Möglichkeit zu erfahren, wie die Konstruktion medialer Inhalte funktioniert und wie sie auf Publikum wirken. Sie erlernen durch eigene Erfahrung, Medien (und deren Inhalte) analytisch zu betrachten. Diese selbst erworbene Medienbildung ist wertvoller und nachhaltiger als reine Warnhinweise, da sie nicht nur auf einen kleinen Bereich der Werbung beschränkt, sondern auf alle Medien und Kommunikationsformen anwendbar ist. Die Ausbildung eigener Urteilsfähigkeit im Sinne von Empowerment ist ein nachhaltiger Weg Kinder- und Jugendliche in ihrem Körper- und Selbstbewusstsein zu stärken.

Daher schlagen wir vor, keine Ressourcen in ein eng gefasstes System von Warnhinweisen zu investieren, sondern vielmehr Projekte der praktischen Medienbildung zu fördern.

Anhang: Praxisbeispiele

Das Projekt „Vorher-Nachher“
durchgeführt von dem Team und den jugendlichen BesucherInnen des Jugendzentrums 5erHaus

Im Rahmen der Bezirksfestwochen 2011 kam es in Kooperation mit dem Polycollege Stöbergasse erstmals zur Durchführung des Projektes „Vorher- Nachher„. Die Ausgangsposition war, Jugendlichen einen Blick hinter die Kulissen eines professionellen Fotoshootings (inkl. Licht, Styling, Maske) zu ermöglichen, um sie für Themen wie Körperwahrnehmung, Körperschemata und Schönheitsideale zu sensibilisieren. Zielgruppe waren JugendzentrumbesucherInnen im Alter zwischen 12 und 19 Jahren. Ca. 40 Jugendliche haben mitgemacht.

Im Juni 2012 ist – wieder im Rahmen der Bezirksfestwochen und mit Polycollege-Unterstützung – eine weitere Aktion durchgeführt worden. Zwei Profifotografen mit professionellem Studioequipment haben die Jugendlichen (diesmal haben fast 70 teilgenommen) zuerst möglichst naturgetreu und „unverfälscht“ fotografiert. Diese Vorher-Bilder wurden gleich ausgedruckt und für Diskussion und Vergleich mit den Nachher-Fotos aufbewahrt.

Die Jugendlichen wurden dann, von einer Visagistin geschminkt und manche mit sehr aufwendiger Maske gestylt, in einer optimal ausgeleuchteten Studiosituation erneut fotografiert. Diese Nachher-Fotos haben „Wow!“ Schreie und „Ich erkenne mich nicht wieder!“ ausgelöst.

In dieser Phase des Projektes ist das Interesse der Jugendlichen, noch weiter zu gehen, klar geweckt worden, sodass bereits Termine im Herbst für die weitere Bildbearbeitung vereinbart sind. Geplant ist Photoshop-Bearbeitung (Retusche, Licht, Filter, Hintergrund), Tipps und Tricks von Pickelentfernung bis zu virtuellem Lidschatten und Lipgloss sowie Figurveränderung.

Dazu Präsentation von Videos, Clips und Fotos, die Modeagenturen und Magazine im Internet zur Verfügung gestellt haben, die teilweise zeigen, was wie in der Retusche gemacht wird, sowie Tutorials, was machbar ist.
Ziel ist, mit den Jugendlichen das Verhältnis zwischen Realität und medialer Darstellung zu thematisieren. Diese vergleichende Vorgehensweise sollte zu Reflexion und Selbstreflexion führen.

Offenes Fotostudio im wienXtra-medienzentrum

Das wienxtra-medienzentrum, eine auf Medienarbeit spezialisierte Einrichtung der Wiener Jugendarbeit, bietet Jugendlichen kostenlos die Möglichkeit, ein Fotostudio mit Hintergründen, einer Blitzanlage und professionellen Kameras zu nutzen. Nach einer kurzen Einführung übernehmen die Jugendlichen das Studio und arbeiten völlig selbstständig. Meist sind es Gruppen von FreundInnen, die einen Abend im Studio verbringen, laut ihre Lieblingsmusik spielen und mehrere hunderte Fotos voneinander schießen.

Ein zentraler Bestandteil der Identitätsarbeit Jugendlicher sind Identitätsexperimente. Wer bin ich, wer möchte ich sein, wie wirke ich auf andere? Das Fotostudio fungiert als ein Experimentierraum, wo die Jugendlichen in vertrautem Kreis, frei von fremden, bewertenden Blicken, verschiedene Fassetten von sich erproben können. Selbstverständlich wird dabei auch auf Schönheitsideale und mediale Vorbilder Bezug genommen. Mal ernst, mal ironisch werfen sich die Jugendlichen in Posen, die sie aus Castingshows & co kennen – aber sie entwickeln auch ganz neue Inszenierungen. Die enorme Bilderfülle bewirkt quasi automatisch ein Gespräch über Bildwirkung. Die Wahrscheinlichkeit, dass in einem solchen Setting Bilder entstehen, die den Jugendlichen selbst wirklich gefallen, ist groß – und zwar nicht weil die Bilder den Normen entsprechen, sondern weil der/die Abgebildete das Gefühl hat, auf diesen Aufnahmen er/sie selbst zu sein.

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Stellungnahme zum Konsultationsverfahren EU-Urheberrecht

Freie nichtkommerzielle Werksnutzung in Bildungskontexten

Die Initiative Medienbildung JETZT! hat bereits 2013 ein Positionspapier zum Thema Urheberrecht veröffentlicht. Eine zentrale Forderung ist die Schaffung sicherer Rahmenbedingungen für nichtkommerzielle Medienaktivitäten in allen pädagogischen Kontexten.

Ein kompetenter Umgang mit Medien in einer modernen mediatisierten Gesellschaft ist ein zentrales Bildungsziel und entsteht durch kontinuierliche, vielschichte und vor allem aktive Auseinandersetzung mit Medien aller Art. Bildungseinrichtungen – vom Kindergarten, über das Jugendzentrum bis hin zur Schule und Universität – sind gefordert, Lern- und Erfahrungsräume mit Medien zu schaffen. Besonders nichtkommerzielle Eigenproduktionen wie etwa der SchülerInnen-Weblog, das Kurzfilm-Projekt oder der VJ-Remix, etc. sind wichtiger Bestandteil moderner Lernerfahrungen.

Das aktuelle Urheberrecht macht die nichtkommerzielle Verwendung von nutzungsrechtlich geschützten Medienprodukten in Bildungskontexten nahe zu unmöglich. Die Initiative Medienbildung JETZT! begrüßt daher das Konsultationsverfahren der Europäischen Kommission und sieht es als Chance, die Rahmenbedingungen für nichtkommerzielle Medienbildungsarbeit zu verbessern.

Bis zum 5. März 2014 kann der Fragebogen „Public consultation on the review of the EU copyright rules“ von allen Interessierten ausgefüllt werden.

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Erklärung der Initiative Medienbildung JETZT! zur 2013 geplanten Urheberrechtsnovellierung

Die österreichische Initiative Medienbildung JETZT! bringt sich hiermit in die kritische öffentliche Diskussion über die geplanten Änderungen im Rahmen der Urheberrechtsnovelle 2013 ein und betont einen wichtigen Aspekt, der in der breiten Diskussion bislang nicht berücksichtigt wurde: Die schwierige bis hin zur unmöglichen Verwendung von nutzungsrechtlich geschützten Medienprodukten in Bildungskontexten. Der neue Gesetzesentwurf verschärft die schon bislang problematische Situation in Bildungseinrichtungen und erschwert ein modernes, selbstgesteuertes, aktives und gestaltendes Lernen mit Medien.
Seit langem schon wird eine rechtliche Verbesserung für Bildungseinrichtungen gefordert, um die Verwendung von urheberrechtlich geschützten Materialien im Bildungskontext legal abzusichern. Durch die geplanten Änderungen im Urheberrechtsgesetz tritt nun das Gegenteil ein – medienaktive Jugendliche, Erwachsene und PädagogInnen werden durch Teile der Gesetzesnovelle weiterhin z.T. sogar noch stärker bei ihrer Arbeit kriminalisiert.

Der kompetente Umgang mit Medien ist in einer modernen mediatisierten Gesellschaft ein zentrales Bildungsziel. Er entsteht durch eine kontinuierliche und möglichst vielschichtige Auseinandersetzung mit Medien aller Art. Dazu gehören einerseits ganz wesentlich nicht kommerzielle Eigenproduktionen, bei denen eigenes und fremdes Material aktiv und kreativ verarbeitet wird, um eigene Botschaften zu kreieren und zu kommunizieren.

Dazu gehört andererseits aber auch die Möglichkeit, diese Eigenproduktionen ohne Angst vor existenzgefährdenden, urheberrechtlichen Konsequenzen einer – heute vor allem globalen – Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Durch die aktuelle rechtliche Situation wird spezifischen Gruppen die freie Meinungsäußerung durch multimediale Formen sowie die öffentliche Beteiligung an gesellschaftlichen Kommunikationsprozessen verwehrt, demokratiepolitisches Potential geht dadurch verloren.

Ein Beispiel aus der Praxis: Eine Jugendgruppe setzt sich bei einem Wochenendworkshop mit dem aktuellen Musikhit aus den Massenmedien auseinander und beschließt als kreatives Projekt ein Musikvideo zum aktuellen Hit zu machen und auf der Bildebene dem Text eine eigene Aussage zu geben. Sie müssten über einen wochenlangen Vertragsprozess die Nutzungs- und Verwertungsrechte für die Musik erwerben, was neben dem unmöglichen Zeitaufwand auch schnell mehrere tausend Euro kosten kann. Das Gleiche gilt übrigens auch, wenn nur ein 2-minütiger Audioausschnitt zur Vertonung eines eigenen Kurzfilms verwendet wird.

Medien dürfen nicht – und schon gar nicht rechtlich verschärft – zu Werteinheiten degradiert werden, sondern müssen ein Mittel für eine vielfältige Kommunikation und Verständigung zwischen Menschen sein. Vor dem Urheberrecht sind kommerzielle und nicht kommerzielle ProduzentInnen gleichgestellt, nicht gleichgestellt sind jedoch die Rahmenbedingungen, unter denen diese ProduzentInnen tätig sind. Die Partizipation von verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen darf keine Frage des „Kann ich es mir leisten, meinen Standpunkt zu veröffentlichen“ sein. Ein Großteil von engagierten Medienproduktionen und Inhalten wird durch kommerzielle Interessen der Gesellschaft vorenthalten und kann dadurch auch nicht in den öffentlichen Diskurs einfließen. Die aktuellen Prämissen der Rechtslage schließen ganz eindeutig Menschen und ihre Statements aus.

Was ist daher nötig?

Ein ehrliches, breites Bekenntnis der Politik, dass die aktive Mediennutzung breiter Bevölkerungsschichten ein wichtiges Element einer demokratischen Informations- und Wissensgesellschaft ist und dass medienbildungsaktive PädagogInnen und Lernende einen wichtigen demokratiepolitischen Beitrag im Hinblick auf eine emanzipatorische Gesellschaft leisten. Dieses Bekenntnis muss sich in den Grundlagen der Gesetzgebung widerspiegeln.

Die bisherige urheberrechtliche Situation und die geplante Novellierung erschweren solche emanzipatorischen Prozesse, gerade auch in modernen, lebensweltnahen Bildungsbereichen und machen sie großteils sogar unmöglich, da einseitig die Positionen der kommerziellen Verwertung auf Kosten der reflektierten NutzerInnen gestärkt werden. So ein Rechtsverständnis degradiert die zeitgemäßen, aktiven „Prosumer“-Generationen wieder zu isolierten, passiven „RezipientInnen“ eines Medienverständnisses der 1980er Jahre. Dies kommt weder den einzelnen, modernen AutorInnen zu Gute, noch hilft es, das demokratische Potential der Diskussion und Kommunikation mittels (neuer) Medien und Meinungsäußerungen durch multimediale Formate zu entfalten.

Die Gesellschaft des 21. Jahrhunderts braucht sichere Rahmenbedingungen für nichtkommerzielle Medienaktivitäten in allen pädagogischen Kontexten: Vor allem eine entsprechende urheberrechtliche Regelung, die die freie nichtkommerzielle Werksnutzung garantiert und rechtssicher engagierte Medienbildungsarbeit ermöglicht.

Die Initiative Medienbildung JETZT! ruft daher die Gesetzesverantwortlichen auf, sich zu einem emanzipatorischen Bildungssystem zu bekennen und die entsprechenden Rahmenbedingungen für zukunftsorientierte Medienbildung auch im Urheberrecht sicherzustellen.

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Gute Medien – Böse Medien

Statement der Initiative „Medienbildung JETZT!“ zum Thema

In öffentlichen Diskussionen gibt es verbreitete Tendenzen, die Beschäftigung mit digitalen Medien wie Spielen und Social Media als Zeitverschwendung oder sogar als schädlich anzusehen. Diesen Medien wird das Lesen „guter Bücher“ gegenüber gestellt, das stets eine positive Wirkung entfalte. Der Text genießt auch im Unterricht den höchsten Stellenwert, Film und Ton werden gelegentlich, aktuelle digitale Medien nur selten eingesetzt.

Die Argumentationslinie folgt dabei dem historisch lang gepflegten Gegensatz zwischen ernster Kunst und leichter Unterhaltung und ist geprägt von einer kulturpessimistischen Skepsis bis Ablehnung neuer Technologien und Praktiken. Zumeist sind es gerade „neue“ Medien, Massenmedien und Jugendmedien, die verdächtig erscheinen. Kinder und Jugendliche gelten als besonders formbar, an ihnen sollen negative Medieneinflüsse ihre ganze Wirkung entfalten können. So galt im 18. bis hinein ins 19. Jahrhundert das Lesen von Romanen als schädlich, im 20. Jahrhundert waren es Comichefte, Film und Fernsehen, heute Computerspiele und soziale Online-Netzwerke. Die Positionen der „guten” wie „bösen” Medien haben historisch oft gewechselt: So waren etwa Romane im 19. Jahrhundert „böse” Medien und heute sind sie „gute” Medien. Konstant ist lediglich die Vorstellung, dass man Medien derart kategorisieren könne.

Werden „gute“ und „böse“ Medien gegenübergestellt, wird suggeriert, dass die Form – das Medium – Inhalt und Rezeption bestimmt, als sei etwa das Papier dem Bildschirm an sich qualitativ überlegen.

Wir lehnen derartige Wertzuweisungen ab und treten für einen offenen, vorurteilsfreien und differenzierten Blick auf alle Medien ein. Es gibt keine „bösen” und keine „guten” Medien.

Gerade das Internet kann als ein Meta-Medium angesehen werden, das in der Lage ist, nahezu alle Medieninhalte zu transportieren, sei es Text, Bild, Ton oder Film, und das außerdem als Kommunikationsmedium fungiert. Ein Smartphone ermöglicht auch den Zugriff auf jene Medieninhalte, die über das Internet transportiert werden; dadurch wird die gleichzeitige Nutzung mehrerer Medienkanäle möglich, die sich zudem gegenseitig ergänzen können (second screen). Beschäftigung mit dem Internet an sich als „böse”, schädlich oder Zeit verschwendend zu bezeichnen, kann nur zu kurz greifen.

Entscheidend für die „Qualität“ von Mediengebrauch ist nicht der mediale Kanal, sondern die nutzbringende Einbettung in den eigenen Alltag, wobei wir unter Nutzen nicht nur Information sowie beruflichen oder schulischen Nutzen verstehen, sondern auch Unterhaltung, Entspannung, kreative Entfaltung etc. Dazu sind grundsätzlich alle Medienkanäle und -inhalte geeignet, sofern NutzerInnen über die Fähigkeit verfügen, sie zu dekodieren (zu „lesen“) um Inhalte und Erfahrungen sinnvoll zu verknüpfen. Dabei muss zugleich eine Auswahl unter den unzähligen zur Verfügung stehenden Medienkanälen getroffen werden.

Diese zentralen Fähigkeiten zum tiefen Verständnis und zur Selektion von Medieninhalten müssen gefördert werden. Kritische Auseinandersetzung mit Medien und medialen Inhalten aller Art, auch in Verbindung miteinander, sollte im Bildungsbereich einen höheren Stellenwert erlangen. Kompetenzen von Jugendlichen in der Dekodierung z.B. von digitalen Medien sollen anerkannt, genutzt und verbreitet werden. Die Medienwelt hat sich in den letzten Jahren rasant verändert, und nur durch einen offenen Zugang werden wir in der Lage sein, auf die Veränderungen der Zukunft angemessen zu reagieren.

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Aktionswoche 2013

Aktionswoche Medienbildung JETZT, 17.- 23. Juni 2013

Die österreichweite „Aktionswoche Medienbildung JETZT!“ bündelte vom 17.-23. Juni 2013 erstmals Angebote verschiedenster Institutionen und Personen, die sich den Prinzipien von Medienbildung in Österreich verpflichtet fühlen. Die Aktionswoche macht die Vielfalt der AkteurInnen sichtbar, lenkt den Blick auf bereits bestehende medienpädagogische Angebote und zeigt dabei, dass es einfach zu wenig gibt, um alle interessierten Kinder, Jugendliche und Erwachsene zu erreichen.

Das Programm der Aktionswoche mit über 60 Veranstaltungen:

Fotos der Auftaktveranstaltung der Aktionswoche Medienbildung JETZT, am 12.6.2013 im Künstlerhaus Wien:

Aktionswoche im 5erHaus – Verein Wiener Jugendzentren

Das 5erHaus hat während der gesamten Aktionswoche einen Schwerpunkt auf medienpädagogische Angebote und Projekte gesetzt. Durch Kooperationen mit C3C und Saferinternet und dem Engagement des gesamten 5erHaus Teams entstand ein buntes Programm sowohl für Kinder/Jugendliche als auch für Erwachsene.
An zwei Vormittagen wurde das C3C (Computer Competence Certificate) mit 5erHaus-Besucherinnen und Teilnehmerinnen des Projekts Nachbarinnen getestet ( E-Bassena).

Beim Workshop mit dem Steuerungskit MakeyMakey konnten Kinder herausfinden, wie man eine Banane an den Computer anschließt und zum klicken bringt. Außerdem wurde mit Äpfeln und Wasserschalen musiziert.
Zahnbürsten das Tanzen beibringen? Das gelang den ganz Geschickten beim Robotics Workshop.

Mit Saferinternet konnten die Kids den Facebook Check machen und sich informieren wie man sein Handy bzw. Smartphone sicher nutzen kann. Eine kleine TV Produktion rundete das Programm der Aktionswoche ab.

Filmvermittlung im wienXtra-cinemagic

Das wienXtra-cinemagic ist ein eigenes Programmkino für junge Filmfans. Zusätzliche Angebote wie Filmgespräche oder Mitmachaktionen ermöglichen Kindern und Jugendlichen eine nachhaltige und kreative Auseinandersetzung mit dem Medium Film. Das Kinder- und Jugendkino war bereits im Kosmos Kino (1985-1998) und im ehemaligen Opern Kino am Karlsplatz (1999-2012) zu Hause. Seit Mitte März 2013 wird der große Kinosaal der Wiener Urania bespielt.

Im Rahmen der „Aktionswoche Medienbildung JETZT!“ haben vier Filmgespräche und eine Mitmach-Aktion stattgefunden. Infos zum Thema Filmvermittlung gibt es unter www.cinemagic.at/filmvermittlung.

Mo 17.6.2013, 9:00 „Schule im Kino“:
TOM UND HACKE (ab 9 Jahren)
+ Filmgespräch
2. Klasse Rainergymnasium (24 SchülerInnen + 2 LehrerInnen)

Mi 19.6.2013, 9:00 „Schule im Kino“:
WAYS TO LIVE FOREVER (ab 12 Jahren)
+ Filmgespräch
3. Klasse Rainergymnasium (24 SchülerInnen + 2 LehrerInnen)

Fr 21.6.2013, 9:00 „Schule im Kino“:
TONY 10 (ab 8 Jahren)
+ Filmgespräch
1. Klasse BG Wohlmutstraße (15 SchülerInnen + 2 LehrerInnen)

Sa 22.6.2013, 15:00 „Kino für Kinder“:
CLARA UND DAS GEHEIMNIS DER BÄREN (ab 9 Jahren)
+ Filmgespräch
16 Personen

So 23.6.2013, 15:00 „Kino für Kinder“:
DER MONDMANN (ab 6 Jahren)
+ Mitmach-Aktion: Zoetrop
17 Personen

„MÄDCHENWELTEN – DIGITAL“

Mädchenprojekt in der Autofreien Siedlung Floridsdorf am 8. Juni 2013
Betreuung: Ingrid Dogan und Udo Somma

Erst waren es 2, dann 4, dann 3 – am Ende waren es 5 Mädchen zwischen 9 und 11 Jahren. Ein turbulentes Projekt. Die 5 zogen los und erkundeten mit ihren Kameras unsere Siedlung aus ihrer Sichtweise. Dabei wurden alle Funktionen der Kameras ausprobiert und eingesetzt. Spaß und Freude waren ihr Hauptmotiv. Die Themenbereiche – Mädchenspuren, Mädchen sehen Rot, Mädchen in Bewegung, Was-ist-das? – ergaben sich erst bei der Sichtung der vielen vielen Fotos.

Am 28. Juni präsentierten sie stolz ihre mit Musik unterlegte Foto-CD in unserem Gemeinschaftsraum.

Videobox „Meine Medienwelten“ –eine interaktive Medieninstallation für Kinder, Jugendliche und Familien

Die Videobox verwandelte am 18. Juni einen Teil des Fürstenhofes im Museumsquartier in eine interaktive Medieninstallation. In der Videobox konnten Kinder und Jugendliche mit ihren Lieblingsmedienfiguren und individuellen Hintergründen eigene kurze trickfilmartige Videos erstellen. So kam es zu ganz neuen Begegnungen: Prinzessin Lillifee traf auf den Vogel Red von Angry Birds, der kleine blaue Elefant auf einen Sim. Ziel der Aktion war es darauf hinzuweißen, wie wichtig es ist, die individuellen Medienwelten von Kindern und Jugendlichen ernst zu nehmen und zu zeigen, wie spannend und kreativ eine Auseinandersetzung mit diesen Medienwelten sein kann.

„Mein Kind, seine Medien und ich“ – Institut für Medienbildung Salzburg

Elternberatungswoche zum Medienumgang von Jugendlichen und Kindern

„Was heißt Streaming?“,
„Soll ich mit meinem Kind in Facebook befreundet sein?“,
„Ist mein Kind vom Computer und Internet abhängig?“

Diese und andere Fragen wurden im Rahmen der Elternberatungswoche am Institut für Medienbildung beantwortet. Dabei hatten interessierte Eltern und Erziehende die Möglichkeit, mit den Expertinnen und Experten des IMB ein Treffen zu vereinbaren, um ihre persönlichen Anliegen und Fragen zu besprechen.

„Jetzt erst merke ich, wie viele Möglichkeiten und Plattformen es gibt, von denen ich bisher gar nicht wusste, dass sie existierten und was man dort alles machen kann – beeindruckend!“, so eine Mutter im Gespräch über Alternativen zu illegalen Streamingseiten. Gemeinsam sprachen wir u.a. über die Bedeutung von Fernsehserien für Jugendliche, und warum zunehmend Serien im Internet gesehen werden.

Ab September 2013 werden die Beratungen weitergeführt!
Informationen und Anmeldung bei Monika Hohenlohe
(0662 82 20 23, office@imb-salzburg.at).

Lab Club Trickfilm-Projekt „Zukunft, jetzt!“

Im Trickfilmstudio des ZOOM Kindermuseums haben Kinder und Jugendliche im Rahmen der Aktionswoche Medienbildung JETZT! am Lab Club Trickfilm-Projekt „Zukunft, jetzt!“ mitgemacht.

Der Lab Club ist das partizipative Kinoprojekt des ZOOM Kindermuseums für Kinder und Jugendliche von 8 bis 14 Jahren. Kinder und Jugendliche entwerfen und gestalten im Rahmen von Trickfilm- und Soundworkshops selbst Figuren, wirken als SchauspielerInnen mit, borgen den erfundenen Personen ihre Stimme und schreiben am Drehbuch weiter. Der von 16.2. bis 28.6. 2013 entstandene Trickfilm wird am 28. September 2013 präsentiert:

Kinopremiere des neuen Lab Club-Films Zukunft, jetzt!
Sa 28.9. 13:30 Uhr, Eintritt frei!
Information: Tel. (01) 524 79 08, keine Anmeldung erforderlich.
wienXtra-cinemagic
Kinder- und Jugendkino in der Urania
Uraniastraße 1, 1010 Wien

WORKSHOP Animationsfilm Clang:Bilder – BG/BRG Gänserndorf

Die Jugendlichen des Konrad Lorenz Gymnasium in Gänserndorf ließen ihrer Kreativität freien Lauf und schufen bewegte Bilder zu Kompositionen von „Mnozil Brass“. Dabei hinterfragten sie ganz nebenbei filmische Gestaltungsmittel und narrative Erzählweisen, strukturierten sie um und erfanden sie neu.
Das Team MUKATO (Muzak, Karo Riha und Thomas Renoldner) betreibt bereits seit mehreren Jahren das Projekt Clang:Bilder, bei welchem zeitgenössische Kompositionen und Animationsfilm zusammengebracht werden. Sie unterstützten die SchülerInnen bei dem 4-tägigen Workshop.

Hier einige Eindrücke:

Es entstanden vier Videos:

WORKSHOP Animationsfilm Clang:Bilder – BG/BRG Gänserndorf

Die Jugendlichen des Konrad Lorenz Gymnasium in Gänserndorf ließen ihrer Kreativität freien Lauf und schufen bewegte Bilder zu Kompositionen von „Mnozil Brass“. Dabei hinterfragten sie ganz nebenbei filmische Gestaltungsmittel und narrative Erzählweisen, strukturierten sie um und erfanden sie neu.
Das Team MUKATO (Muzak, Karo Riha und Thomas Renoldner) betreibt bereits seit mehreren Jahren das Projekt Clang:Bilder, bei welchem zeitgenössische Kompositionen und Animationsfilm zusammengebracht werden. Sie unterstützten die SchülerInnen bei dem 4-tägigen Workshop.

Hier einige Eindrücke:

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eduCamp 2010

Über die Inititative Medienbildung JETZT!

Medienbildung JETZT! ist eine österreichweite, unabhängige Initiative von medienbildungsaktiven Einzelpersonen, Institutionen und Organisationen aus schulischen und außerschulischen Bildungsbereichen.

Die Initiative entstand im Jahr 2010 im Rahmen eines eduCamps, als sich die teilnehmenden MedienpädagogInnen dazu entschlossen, weiterhin vernetzt zu bleiben, um auf die Bedeutung von Medienbildung in der heutigen Gesellschaft hinzuweisen und die AkteurInnen und ihre vielfältigen medienpädagogischen Angebote sichtbar zu machen.

Mittlerweile hat sich mit Medienbildung JETZT! eine Community of Practice gebildet, die auf die Bedeutung und Vermittlung von Medienkompetenz in allen Bereichen der mediatisierten Gesellschaft hinweist und eine flächendeckende medienpädagogische Grundversorgung – Medienbildung für alle! – fordert.

Auf der Webseite der Initiative – www.medienbildungjetzt.at – ist ein Forderungskatalog veröffentlicht, der im Rahmen einer Onlinepetition unterstützt werden kann. Darüber hinaus werden von aktiven Mitgliedern regelmäßig Positionspapiere zu aktuellen Thematiken verfasst, um einerseits medienpädagogische Zugänge zu vermeintlichen Problemfeldern sichtbar zu machen, andererseits aber auch den öffentlichen Diskurs anzuregen, eine Medienbildungsperspektive einzubinden und damit Menschen zu ermächtigen, Medien kompetent zu nutzen, zu gestalten und zu durchschauen. Medienbildung ist Empowerment!

Medienbildung für alle, JETZT!

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Mediale Identitäten

Barcamp Medienbildung JETZT!

Wien, 24.-25.1.2014

Wir nehmen im Leben viele Rollen ein, die sich durch Medien definieren, ob als BloggerIn, GamerIn, FotografIn oder social media-VerweigerIn. Medien sind – speziell für Kinder und Jugendliche – eine bodenlose Fundgrube an Identitäts-Bausteinen, Identifikationsfiguren, Vorbildern, Helden, Handlungsmustern… Wir nutzen Medien für die Selbstdarstellung, und inszenieren uns unterschiedlich in verschiedenen medialen Räumen. Was bedeutet all dies für die Medienbildung?
Go barcamp yourself!

Zum 3. Mal lädt die Initiative Medienbildung JETZT! medieninteressierte PädagogInnen zu einem Barcamp ein. Ein Barcamp lebt von der aktiven Teilhabe und dem Wissens- und Erfahrungstausch aller Beteiligten. Das Programm wird gemeinsam erstellt. Unter Themenvorschläge kann man die Liste der bisher vorgeschlagenen Themen anschauen und eigene Ideen einbringen.

[Die Dokumentation des Barcamp ist leider verloren gegangen, weil der verwendete Service eingestellt wurde.]